Pädagogik
Was ist eigentlich Waldorfschule?
Aus den verschiedenen Entwicklungsphasen des Kindes und des Jugendlichen ergibt sich gleichsam ein roter Faden, der sich durch die Klassenstufen zieht und die Fächerabfolge begründet. Entsprechend den Entwicklungsphasen junger Menschen werden die Klassen 1 bis 8 als Unter- bzw. Mittelstufe, wenn möglich, von einem Klassenlehrer unterrichtet; zusätzlich werden Fachlehrer eingesetzt; die Klassen 9 bis 12, die Oberstufenklassen, werden von einem Tutor und von Fachlehrern unterrichtet und betreut.
In allen Unterrichtsgegenständen werden Knaben und Mädchen gemeinsam unterrichtet.
Epochenunterricht: in 3- bis 4-wöchigen Lerneinheiten werden alle Unterrichtsfächer – außer Sprachen, Musik, Eurythmie, Religion, Sport, Handarbeiten und Werken – unterrichtet. Durch den Epochenunterricht, der täglich die ersten beiden Stunden umfasst, wird eine besonders intensive, gründliche und vertiefende Auseinandersetzung mit dem Stoff ermöglicht.
In jenen Epochenfächern, die regelmäßiges Üben erfordern (wie Deutsch, Mathematik), werden zusätzlich wöchentliche Stunden gegeben.
In der Oberstufe wird teilweise projekthaft unterrichtet; es finden verschiedene Praktika statt wie z.B. das Landwirtschafts-, Forst- und Feldmesspraktikum, Sozial- und Wirtschaftspraktikum. So können Arbeitswelt und Gesellschaft konkret erfahren werden.
Die zwölf österreichischen Waldorfschulen sind Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht und stellen somit eine anerkannte Ausbildung dar, die Kindern und Jugendlichen einen positiven Start ins Leben ermöglichen will.
