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Unterstufe

Der Lehrplan der Waldorfschulen  basiert auf der Allgemeinen Menschenkunde Rudolf Steiners. Der Unterricht wird in allen Klassenstufen in Epochen abgehalten. Der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin führt die Klasse im Idealfall von der 1. Klasse bis zur 8. Klasse und übergibt dann seine/ihre Schüler/innen an die Kollegen des Oberstufenteams.

Der Lebensabschnitt zwischen dem siebten und dem neunten Lebensjahr ist gekennzeichnet durch eine ausgeprägte  Lernbereitschaft des Kindes. Gedächtnis, Vorstellungskraft, Freude an rhythmischen Wiederholungen und ein Verlangen  nach fantasieanregenden Darstellungen kennzeichnen dieses Alter. Die ersten drei Schuljahre stehen noch im Nachklang  des Nachahmungsalters. Das Kind trennt noch nicht so scharf zwischen sich und der Umwelt, es erlebt sich vielmehr noch  als Teil der `Mitwelt`.
Schafft es der Lehrer/die Lehrerin, eine gute Beziehungsebene herzustellen, wird es von dem Kind als Autorität akzeptiert.

Um das neunte Lebensjahr bemerkt das Kind eine stärkere Trennung zwischen sich und den Erwachsenen.
Erste Einsamkeitserfahrungen sind die Folge. Die Autorität der Lehrperson wird bewusst hinterfragt. Das Kind will nun genau wissen, ob es dem Lehrer/der Lehrerin vertrauen kann. Es will nicht mehr nachahmen, sondern seinem Lehrer/seiner Lehrerin nachfolgen.