waldorf wienwest-startseite

Michaelifeier

Michaelifeier-Waldorf-Wien-West-2011

Michaelifeier

Liebe Eltern und Freunde der Freien Waldorfschule und des Waldorfkindergartens Wien West!

Am Donnerstag, dem 29.9.2011 findet um 19 Uhr im Eurythmiesaal eine Michaelifeier für Erwachsene statt, es können natürlich auch Kinder mitgenommen werden.

Michaeli-Stimmung  29. September – 5. Oktober
Natur, dein mütterliches Sein,
Ich trage es in meinem Willenswesen;
Und meines Willens Feuermacht,
Sie stählet meines Geistes Triebe,
Dass sie gebären Selbstgefühl
Zu tragen mich in mir.
Rudolf Steiner
Dieses Gedicht Rudolf Steiners, gemeinsame Eurythmie und die Andacht, geleitet von Tatjana Maydanyuk (Priesterin der Christengemeinschaft), sollen zusammen mit der musikalischen Untermalung für einen stimmungsvollen Beginn der dunklen Jahreszeit sorgen.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese erste (kleine) Feier des heurigen Schul- und Kindergartenjahres mit uns gemeinsam zu erleben!

Anna Saghy (Eurythmie) und Michaela Hörmanseder (Chorleitung)

Für diejenigen, die das Michaelifest auch daheim mit ihren Kindern feiern wollen, gibt es im Anhang ein paar Ideen und Anregungen.

Michaeli-fuer-Kinder-Waldorf-Wien-West-2011

Michaeli für Kinder

Das Michaelifest feiern

Am 29. September feiert man das Fest des Heiligen Michael.

Die Bedeutung des Michaelifestes

Nicht zufällig steht das Fest des Heiligen Michael am Beginn der dunklen Jahreszeit. Zusammen mit den Festen des Heiligen Martin am 11. November und des Heiligen Nikolaus am 6. Dezember bildet das Michaelifest eine Dreiheit, die uns auf Weihnachten zuführt. Der Heilige Michael steht hierbei für den Mut, der Heilige Martin für das Mitgefühl und der Heilige Nikolaus für das Gewissen. Drei Feiertage also, die aufeinander folgen und die, beginnend mit dem mutigen Tun, über das brüderliche Mitfühlen, bis zum gewissenhaften Denken, Licht in die Dunkelheit tragen und uns auf Weihnachten vorbereiten.
Das Fest fällt in die Herbst- und Erntezeit, in der die Natur sich langsam zurück zieht und uns als Geschenke Samen und Früchte hinterlässt. Das Tageslicht nimmt ab, und mit der zunehmenden Dunkelheit bereiten wir uns langsam auf den Winter vor. In dieser Zeit nehmen wir Abschied von der sommerlichen Fülle an Sonnenlicht, Wärme und Sinneseindrücken, die uns die Natur so üppig geboten hat.
Im Herbst brauchten unsere Vorfahren das Vertrauen und den Mut, daran zu glauben, dass das Absterben der Natur nur vorübergehend und ein Wiedererwachen im Frühling möglich ist. Mit dem Herbst begann und beginnt die Zeit der inneren Einkehr, der Blick richtet sich von außen nach innen. Elektrisches Licht und Heizung sind ein Segen, erwärmen unsere Herzen aber nicht. Innere Wärme und inneres Licht müssen wir uns selbst schaffen. Und dazu gehört auch der Mut, den das Michaelsfest uns vermitteln kann.
Ein schöner Brauch ist es, gemeinsam mit den Kindern Brötchen aus frisch gemahlenen Körnern zu backen (vielleicht ist sogar Zeit, das Korn selbst mit der Hand zu mahlen) und dieses „Michaelibrot“ am Abend feierlich anzuschneiden und zu essen. Die Kinder sind hier mit großem Ernst dabei und nehmen das Brot tatsächlich zu sich in dem Gefühl, etwas von der Kraft und dem Mut des St. Michael in sich aufzunehmen.

Am Nachmittag kann man sich vielleicht gemeinsam daran machen, ein Ritterkostüm zu basteln oder lustige Ritterspiele veranstalten:

Brezeln stechen
Spannen Sie eine Leine und befestigen Sie je eine Brezel mit einem zum Haken gebogenen Stückchen Draht.
Ein Kind spielt das Pferd und nimmt den Reiter Huckepack. Das Pferd trabt nun vorsichtig an den Brezeln vorbei, während der hungrige Reiter versucht, mit seiner Lanze eine Brezel abzuheben. Hat er es geschafft, darf er sie verzehren. Vorsicht! Den Draht aufheben, damit sich die Pferde nicht ihre Hufe verletzen.
Als Lanzen nimmt man spitz zulaufende Stöcke aus dem Wald.

Lanzenstechen
Die Lanzen werden vorher präpariert, d.h. auf die Spitzen der Stöcke bindet man etwas Schaumstoff oder kleine Kissen. Zwei Ritter stellen sich auf jeweils eine Kiste und versuchen, sich gegenseitig mit den gepolsterten Lanzen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Gewonnen hat der, der den anderen zuerst von der Kiste drängt.

Ritterwettlauf
Wie umständlich es war mit einer Rüstung herumzulaufen, kann man einmal ausprobieren. Aus biegsamem Karton schneidet man vier Stücke aus und bindet sie mit Gummiband an Ober- und Unterarme sowie Ober- und Unterschenkel, dann kann der lustige Ritterwettlauf beginnen.

Lanzenweitwurf
Als Lanzen dienen spitz zulaufende Stöcke aus dem Wald. Größere Kinder können die Stöcke mit einem Messer bearbeiten und die Rinde abschälen bis sie glatt sind.
Dann stellt man sich auf und misst wer am weitesten werfen kann.

Ritter und Königin
Man steckt einen dicken Stock, die „Königin“, in die Erde. Jedes Kind hat zwei Bocciakugeln, die „Ritter“. Welcher Ritter schafft es, am nahesten zu seiner Königin zu gelangen?
Kann man auch mit Tennisbällen spielen, die man zu einem Stock hin rollen lässt oder man nimmt eine große Murmel als Königin und kleinere Murmeln als Ritter.

 

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.